Wie eine Dezentrale Energie Anlage schnell ins Netz eingebunden wird

Der Trend zur Solaranlage auf dem eigenen Hausdach hält an. Für Stadtwerke und Netzbetreiber ist daraus eine Herausforderung entstanden. Bis die Photovoltaik-Anlage einspeist und der Netzbetreiber den erzeugten Strom bezahlen kann, sind viele Schritte notwendig. Wenn Software-Programme und Menschen Hand in Hand arbeiten, wird daraus ein integrierter  Prozess. An dessen Ende steht eine integrierte PV-Anlage als weiteres kleines Mosaiksteinchen, das die Energiewende voranbringt. (Die PV-Anlage steht hier exemplarisch für alle Typen von Dezentralen Energieanlagen.)

Schritt 1: Anschlussbegehren
Der Hauseigentümer stellt den Antrag, seine geplante Photovoltaik-Anlage ins örtliche Netz einzuspeisen. Sein Anschlussbegehren wird als beantragte Anlage in dem BTC eigenen Produkt BTC EEG-Erweiterung zum SAP IS-U für dezentrale Energieanlagen (DEA) hinterlegt. Von hier werden alle weiteren Arbeitsschritte gesteuert.  Sofort treten die notwendigen Mechanismen einschließlich Software-Unterstützung in Bewegung: Im geografischen Informationssystem (GIS) befinden sich alle Netzinformationen, die zeigen:

  • Wo ist der Hausanschluss?
  • An welcher Ortsnetzstation hängt das Gebäude?
  • Hat die Ortsnetzstation genügend Reserven, muss der Hausanschluss zukünftig „umgehängt“ werden oder wird ein Netzausbau notwendig?

Schritt 2: Prüfauftrag
Das SAP PM als Instandhaltungssoftware bietet die weitgehende automatische Erstellung eines Prüfauftrags für den Bezirksmeister oder Techniker. Der Auftrag kann direkt auf das mobile Gerät – etwa ein Tablet – überspielt werden. So ist der Techniker für den Fall, dass er sich die Gegebenheiten noch zusätzlich vor Ort anschauen will, mit allen Informationen aus der Netzdokumentation ausgestattet. Zugleich kann der Techniker seine Meldung über das mobile Gerät erfassen und zurück an das ERP-System schicken.

Schritt 3: Auftrag generieren
Sollte eine Aufrüstung der Ortsnetzstation oder ein Netzausbau notwendig sein, wird im SAP PM der Auftrag angelegt und zur Realisation gebracht.

Schritt 4: Entscheid kommunizieren
Die an das SAP IS-U angedockte BTC EEG-Erweiterung übernimmt die Kommunikation zum Kunden, der die PV-Anlage beantragt hat. In dem Moment, wo alle Rahmenbedingungen für die Aufnahme der PV-Anlage erfüllt sind, erhält der Antragsteller die Zusage der Integration, die Prüfergebnisse, die Einspeise-Konditionen etc.

Schritt 5: Inbetriebsetzung der PV-Anlage
Erfährt der Netzbetreiber vom Kunden, dass die neue PV-Anlage jetzt installiert ist und der Einspeisung harrt, wird der Techniker sowie das ERP-System durch die BTC EEG Erweiterung informiert. Der Techniker führt vor Ort den Schaltauftrag auf Basis des Prüfberichts durch. Bei Installation eines Smart Meters erfolgt die Inbetriebnahme mit dem BTC AMM. Nach getaner Arbeit meldet der Techniker über sein mobiles Gerät den Auftragsvollzug zurück. In diesem Moment zieht auch das GIS die Veränderung nach.

Schritt 6 (optional): Integration der Anlage in die Smart-Metering-Lösung
Die Verwaltung des Stromzählers der integrierten PV-Anlage kann mit der Smart-Metering-Lösung BTC AMM erfolgen.

Schritt 7: BTC EEG-Erweiterung vergütet die Einspeisung
Die Verwaltung der neuen dezentralen Anlage (DEA) findet in der BTC EEG-Erweiterung zum SAP IS-U statt. Hier werden die Beträge für Vergütungen und Entschädigungen exakt berechnet.

Schritt 8: Bei zu viel Stromlast tritt das Einspeisemanagement-Modul in Aktion
Wenn die Sonne nonstop scheint und Stromüberlast das Netz bedroht, hilft das BTC-Modul für das Einspeisemanagement. Es trifft eine automatische Auswahl der Anlagen, deren Herabregelung am meisten Sinn macht. Die Absenkstufe wird ermittelt, die Maßnahmen – Einsetzung und Aussetzung – dokumentiert und die notwendigen Daten an die BTC-EEG-Erweiterung weitergegeben. Mit diesen Informationen kann die Energieausfallrechnung über die entgangene Einspeisung des betroffenen Anlagenbetreibers geprüft werden.




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