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Funktionsweise

Die Abläufe im Detail

Mit Feststellung einer Sonderlage definiert die Leitstelle über das „Leitstellenmodul“ von KeinNotfall auf Ebene von Gemeinden oder Landkreisen ein Schadensgebiet und aktiviert daraufhin die Erreichbarkeit des Dienstes für die Bürgerinnen und Bürger in dieser Region. Zeitgleich werden für die zuständigen Führungsstellen automatisch Zugänge freigeschaltet und neue Anmeldedaten bereitgestellt. Dadurch bleibt den Führungsstellen eine Passwortverwaltung erspart und zeitlich unpassende Rückfragen an die Leitstelle zu den aktuellen Passwörtern entfallen.

Zur Freihaltung des Notrufes für Notfälle werden die Bürgerinnen und Bürger anschließend über lokale Medien, soziale Netzwerke sowie über die etablierten Warnapps BIWAPP, KATWARN und NINA aufgerufen, in Schadensfällen, die keine Notfälle sind, anstelle des Notrufes das Bürgermodul unter www.KeinNotfall.de zu nutzen.

In einfachen Schritten kann dort ein Schaden zusammen mit einem Foto und einer Beschreibung gemeldet werden. Dabei wird die Geoposition des Schadensorts erfasst und ebenfalls übermittelt. Diese Informationen werden nun direkt an die zuständige Führungsstelle der Feuerwehr übertragen, dort gesichtet, priorisiert und disponiert.

Für die Feuerwehren entsteht insbesondere durch die Übermittlung eines Fotos des Schadensobjektes der große Vorteil, das Ausmaß eines Vorfalls unabhängig bewerten zu können. Zusätzlich wird die Meldung direkt mit der angegebenen Geoposition des Schadensortes verknüpft und mit einem QR-Code versehen, um so eine schnelle Navigation zu ermöglichen, auch wenn Einsatzdepeschen in Papierform weitergegeben werden.

Die Leitstelle erhält während der Einsatzlage einen Gesamtüberblick der Meldungseingänge über KeinNotfall (tabellarisch und als Karte) sowie den Stand der Bearbeitung. Bei Bedarf kann sie jederzeit auch die Aufgaben von einer oder mehreren Führungsstellen übernehmen, z.B. wenn eine Führungsstelle aufgrund eines parallelen Ereignisses aufgelöst werden muss.

Der KeinNotfall-Service wird als Software-as-a-Service bereitgestellt und DSGVO-konform in einer skalierbaren Cloud-Umgebung betrieben. Dabei werden keine sensiblen Personendaten erfasst und auch keine Cookies eingesetzt.

Für die jeweiligen Anwendergruppen stehen drei gesonderte Module zur Verfügung. Diese wurden als über den Internet-Browser erreichbare Webanwendungen umgesetzt und kommen daher ohne Software-Installation auf den Rechnern der Leit- und Führungsstellen aus.

Ralph Giebel
Corporate Development Manager
BTC AG