SAP PM / SAP EAM - SAP Plant Maintenance und Enterprise Asset Management

SAP PM (SAP Plant Maintenance) ist heute das bekannteste System der SAP in der Instandhaltung im deutschsprachigen Raum. Das Instandhaltungsmodul der SAP wurde danach mehrmals umbenannt und um Funktionsbereiche erweitert. Der grundlegende Aufbau der technischen Anlagenstruktur sowie die grundlegende Funktionsweise des Moduls haben sich aber bis heute nicht verändert.

Nachdem lange Zeit die Instandhaltung nur als Kostentreiber betrachtet wurde, haben heutzutage schon viele Unternehmen erkannt, dass Maschinen- und Produktionsausfälle deutlich teurer werden können als eine vernünftige und systematische Instandhaltung der technischen Unternehmenswerte. Insbesondere drohende Konventionalstrafen aufgrund der Nichteinhaltung von Lieferversprechen spielen hier eine zentrale Rolle.

Wo früher die Anlagen auf „Störung“ gefahren wurden, wird heute auf die präventive Instandhaltung Wert gelegt. Anders gesagt, der Fokus in der Instandhaltung liegt heute darauf die Anlagenverfügbarkeit maximal hoch zu halten. Die Königsdisziplin liegt darin, den Lebenszyklus der Maschinen deutlich über den ursprünglich erwartbaren Horizont hinaus zu verlängern und die Maschinen zu verbessern.

Ganz gleich, welche Instandhaltungsziele Sie haben und welche Instandhaltungsstrategie Sie gewählt haben, SAP PM (Plant Maintenance) / SAP EAM (Enterprise Asset Management) unterstützt Sie in jeder Hinsicht dabei Ihre gesetzte Strategie umzusetzen und Ihre Ziele zu erreichen.

Instandhaltungsprozesse mit SAP PM / SAP EAM

Die Instandhaltung mit und in SAP PM / EAM gliedert sich in die folgenden Grundmaßnahmen

Wartung

Zur Wartung werden alle Maßnahmen gezählt, die den Abbau des vorhandenen Abnutzungsvorrats einer Anlage verzögern:
  • Die Erstellung eines Wartungsplans,
  • die angemessene Vorbereitung einer anstehenden Wartung und
  • die termingerechte Durchführung der Wartung sowie
  • die korrekte Dokumentation
sind geeignete Maßnahmen in SAP Plant Maintenance (PM), um die gesetzten Wartungsziele in der Instandhaltung zu erreichen.

Inspektion

Die Inspektion dient der regel- und planmäßigen Überprüfung und Dokumentation des Istzustandes einer Maschine oder Anlage durch
  • Messung,
  • Beobachtung oder
  • Funktionsprüfung und
  • Abgleich der abgelesenen Messdaten, beobachteten Zustände und Funktionen

mit den gewünschten Sollzuständen.

Instandsetzung

Die Instandsetzung hat die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit eines technischen Objekts zum Ziel.
Der Instandsetzungsprozess beinhaltet diverse Vorbereitungs- und Durchführungsaufgaben sowie die abschließende Funktionsprüfung und Abnahme.
Klassische Aufgaben sind beispielsweise die

  • Auftragserstellung und
  • Auftragsdokumentation.
  • Die Terminplanung,
  • Abstimmung,
  • Bereitstellung von Personal und Material

sind weitere klassische Beispiele für Aufgaben im Inspektionsprozess in SAP PM / SAP EAM.

Verbesserung

Der Verbesserungsprozess umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen die Zuverlässigkeit, Instandhaltbarkeit und Sicherheit einer Anlage oder Maschine zur steigern, ohne seine ursprüngliche Funktion zu verändern.

Die Funktionsbereiche des SAP PM / EAM

Die Anlagenstrukturierung

Die Anlagenstruktur bildet die Basis eines jeden SAP PM / EAM-Systems. Hierauf fußen alle Geschäftsprozesse die abgebildet und abgewickelt werden sollen. SAP PM / EAM hält hierzu folgende Strukturierungselemente bzw. -hilfsmittel vor:
  • Technische Plätze (TP) stellen eine ineinandergreifende, meist mehrstufige Anlagenstruktur dar. Es handelt sich dabei um immobile, funktionale Einheiten auf einer vertikalen Ebene. Beispielsweise handelt es sich um Prozessanlagen in der Chemie und Pharmazie, Kraftwerke, Fließstraßen, Gebäude, Rohrleitungsnetze oder Rechnernetzwerke.
  • Referenzplätze dienen als Vorlage für echte TP-Strukturen oder um später Daten auf Technische Plätze vererben zu können.
  • Equipments sind einzelne Aggregate mit beweglichem Charakter. Maschinen, Pumpen, Motoren, Fertigungshilfsmittel, Fahrzeuge oder IT-Inventar. Equipments können auf Technischen Plätzen aufbauen, müssen es aber nicht und können auch für sich stehen.
  • Objektverbindungen werden zur Verbindung technischer Objekte gebraucht. So werden zum Beispiel zusammengehörige Produktionseinheiten oder -linen und Versorgungssysteme und ähnliches mit einer verbunden. Die Objektverbindungen bilden ein Objektnetz bzw. die horizontale Anlagenstruktur. Objektverbindungen dienen reinweg der Visualisierung und dienen nicht der Abbildung von Geschäftsprozessen.
  • Lineare Anlagen repräsentieren sogenannte Netzinfrastrukturen, mit sich abschnittsweise ändernden Eigenschaften und Zuständen. technische Systeme, deren Eigenschaft sich in verschiedenen Abschnitten ändern kann. Beispiele sind Gas-, Wasser-, Strom-, Telekommunikationsleitungs- und Schienennetze zu nennen. Lineare Anlagen lassen sich als technische Objekte anlegen.
  • Ein Material stellt einen Objekttyp dar und repräsentiert üblicherweise eine gewisse Anzahl von Objekten eines Typs.
  • Eine Instandhaltungsbaugruppe (IH-Baugruppe) stellt ein Element dar, das einen Technischen Platz oder ein Equipment strukturiert. Materialen werden für lagerfähige Equipments und Instandhaltungsbaugruppen (IH-Baugruppen) benötigt.
  • IH-Baugruppen sind Strukturierungselemente für Technische Plätze und Equipments. IH-Baugruppen lassen sich Meldungen, Aufträgen, oder Wartungsplänen zur besseren Lokalisierung des Schadensortes zuordnen.
  • Seriennummern werden immer zu einer Materialnummer angelegt. Zu einer Materialnummer kann es x beliebige Serialnummern geben. Ein technisches Objekt mit einer Serialnummer ist immer ein Einzelstück und kann auf Lager gelegt werden. Eine Materialserialnummer ist wie ein Equipment zu behandeln.
  • Eine Equipmentstückliste führt Ersatzteile eines bestimmten Equipments auf und ist ihm auch direkt zugeordnet.
  • Eine Technische Platz-Stückliste führt bestimmte Ersatzteile und ist einem Technischen Platz direkt zugeordnet.
  • Eine Materialstückliste führt ebenfalls ist eine Liste von Ersatzteilen, die sich beliebigen Equipments und Technischen Plätzen zuordnen lässt.

Eine entscheidende Rolle bei Breite und Tiefe der Anlagenstruktur sowie der Auswahl der Hilfsmittel spielt das Fingerspitzengefühl. Je größer die Struktur um so größer der Aufwand der Stammdatenpflege. Hier sollte ein pragmatischer Ansatz gewählt werden und mit einem gut beherrschbaren Umfang gearbeitet werden.

SAP PM in 3 bis 6 Monaten einführen
SAP wird bei Ihnen im Hause bereits in anderen Fachbereichen genutzt und Sie möchten ein Instandhaltungsmanagementsystem einführen?

In dem Fall ist es ein leichtes das SAP PM / EAM Modul zu aktivieren und ein SAP-PM / EAM Einführungsprojekt zu starten. Je nach Releasestand und Datenbank ist auch mit SAP PM / EAM der Einsatz von modernen SAP Fiori-Anwendungen und einer mobilen SAP-basierten Lösung möglich.

Wir von der BTC begleiten Sie gerne bei Aktivierung und Einstellung Ihres SAP PM / EAM nach Ihren individuellen Bedürfnissen.

Geschäftsprozesse in SAP PM / SAP EAM

In der Instandhaltung dreht sich letzten Endes alles um den Erhalt oder die Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands von Maschinen und Anlagen, so dass diese die geforderte Funktion erfüllen können. Ein systematisches Instandhaltungsmanagement mit SAP PM / EAM setzt deshalb in erster Linie auf die Prozesse auf, um den Erhalt des funktionsfähigen Zustands der Anlagen sicherzustellen.

Die Ungeplante Instandhaltung ist jedoch im Rahmen eines systematischen Instandhaltungsmanagementsystems mit SAP PM / EAM unverzichtbar, weil plötzlich auftretende Maschinen- und Anlagenausfälle zum Teil sehr kurze Reaktionszeiten zur Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands erfordern, welche teilweise sogar über entsprechende Vereinbarungen der Produktion zugesichert wurden.

In SAP PM / EAM werden die wichtigsten Geschäftsprozesse über die SAP-Objekte „Meldung“ und „Auftrag“ abgebildet.

  • Eine Meldung dient der Anforderung und Dokumentation einer Instandhaltungsmaßnahme,
  • während ein Auftrag der Planung und Durchführung einer Maßnahme dient.

Aus einer durchgeführten Instandhaltungsmaßnahme können sich im Anschluss nicht selten weitere Instandhaltungsmaßnahmen ergeben. Welche dies sind ist gegebenenfalls der Auftragsrückmeldung zu entnehmen.

Vorbeugende Instandhaltung in SAP PM / SAP EAM

Vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen sind inhaltlich und terminlich planbar. Die vorbeugende Instandhaltung lässt sich in

  • die zeitabhängige,
  • die leistungsabhängige und
  • die zustandsabhängige

Instandhaltung unterteilen.

Im ersten Fall starten die Maßnahmen nach einer bestimmten Zeit, im zweiten Fall beim Erreichen eines definierten Leistungsstands (Betriebsstunden oder Kilometer) und im dritten Fall beim Über- oder Unterschreiten eines Diagnosewerts (z. B. der Betriebsdruck einer Pumpe).

Ein Beispiel für eine zeitabhängige, vorbeugende Instandhaltungsmaßnahme ist der regelmäßige Wechsel eines Gleitrings einer Pumpe nach zwölf Monaten. Der Wechsel der Hydraulikflüssigkeit nach 1.000 Betriebsstunden bei einem Fahrzeug ist eine leistungsabhängige vorbeugende Instandhaltungsmaßnahme und ein das Auslösen einer Instandhaltungsmaßnahme aufgrund des Über- oder Unterschreitens eines bestimmten Messwertes (Druck, Temperatur etc.) entspricht der zustandsorientierten Instandhaltung.

Die vorbeugende Instandhaltung wird in SAP PM / EAM durch mehrere SAP-Objekte gesteuert:

  • Wartungsstrategie,
  • Arbeitsplan,
  • Wartungsposition,
  • Wartungsplan und
  • Terminüberwachung.

Der Arbeitsplan beschreibt Arbeitsvorgänge und beinhaltet Materialien und Fristen. Die Wartungsposition beschreibt das Bezugsobjekt und die spätere Abwicklung. Der Wartungsplan beinhaltet mehrere Wartungspositionen und bestimmt die Wartungstermine. Die Terminüberwachung schließlich stellt sicher, dass alle Arbeitsschritte zur Fälligkeit erledigt werden.

Geplante Instandhaltung in SAP PM / SAP EAM

Der Prozess der geplanten Instandhaltung in SAP PM / EAM läuft typischerweise in fünf Schritten ab:

  • Meldung
  • Planung
  • Steuerung
  • Durchführung
  • Abschluss.

Die geplante Instandhaltung ist planbar, aber nicht vorhersehbar. Mit der Meldung wird ein Schaden erfasst und eine Reparaturmaßnahme angefordert.

Die Instandhaltungsplanung, sofern vorhanden, prüft die Anforderung und wandelt die Meldung bei Bedarf um in einen Auftrag. Der Auftrag wird in diesem Schritt gegebenenfalls in mehrere Arbeitsvorgänge geteilt und es werden entsprechende Ersatzteile reserviert. Die Steuerung oder Arbeitsvorbereitung prüft daraufhin, ob die benötigten Ressourcen verfügbar sind und gibt den Auftrag frei.

Im Rahmen der Durchführung beschafft der Instandhalter beim Lageristen die benötigten Ersatzteile und führt die Reparatur durch. Die Erledigung des Auftrags zeigt der Techniker in einer Rückmeldung an, die sowohl Informationen zur Arbeitszeit als auch den technischen Zustand der Anlage umfasst. Am Ende wird der Auftrag technisch von der Instandhaltung und kaufmännisch vom Controlling abgeschlossen und abgerechnet. Auftrag und Meldung bleiben für spätere Informationsbedarfe am Technischen Objekt und werden Bestandteil der Anlagenhistorie.

Ungeplante Instandhaltung in SAP PM / SAP EAM

Die ungeplante Instandhaltung in SAP PM / EAM beinhaltet die zwei Prozesse,

  • Sofortinstandsetzung
  • und Nacherfassung.

Die Sofortinstandsetzung ist weder planbar noch vorhersehbar. Die Nacherfassung ist weder vorhersehbar, noch planbar aber schon durchgeführt und ist in dem Sinne ein Sonderfall der Sofortinstandsetzung, dass hier zum Zeitpunkt der Auftragserfassung im SAP PM / EAM die eigentliche Arbeit bereits erledigt wurde.

Die Sofortinstandsetzung läuft typischerweise in nur drei Schritten ab: Auftrag (Meldung) – Durchführung – Abschluss
Die Nacherfassung kann über die Funktion „Ungeplante Aufgabe Zurückmelden“ bequem in einer Maske oder über die Transaktion IW61 „Erfassen Historischer Auftrag“ in mehreren Sichten erfolgen.

Eine Sofortinstandsetzung ist beispielsweise dann erforderlich, wenn es durch einen Betriebsunfall oder durch eine Störung einer zentralen Produktionslinie zu ungeplanten Stillständen und Produktionsausfällen kommt, die empfindliche Konventionalstrafen nach sich ziehen können.
Hier zählt jede Sekunde und es muss schnell gehen. Der Techniker braucht in diesem Fall umgehend den Auftrag zur Sofortinstandsetzung, um zügig mit der Reparatur beginnen zu können. Das Layout der Maske für die Auftragserfassung sollte daher möglichst einfach sein – idealerweise lediglich eine Registerkarte mit wenigen Eingabefeldern.

Mobile Instandhaltung mit SAP PM / EAM

Mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets, Smartwatches oder auch Scanner kommen schon seit Jahren in der Instandhaltung zum Einsatz. Mit dem SAP ERP ECC 6.0 ist es ab Enhancement Package 6 (EHP6) möglich, mobile SAP Anwendungen an das SAP PM / EAM anzubinden und zu nutzen. Damit ist es möglich die Instandhaltungsarbeit direkt über mobile Endgeräte und Apps im SAP PM / EAM zu dokumentieren.

Durch die Integration eines mobilen Dokumentationsszenarios in Ihre bestehenden Instandhaltungsprozesse und das SAP PM / EAM-System

  • erweitern,
  • flexibilisieren und
  • verkürzen Sie Ihre Dokumentationsprozesse und -zeiten enorm.

So kann der Instandhalter seine Instandhaltungsaufträge direkt vor Ort an der Maschine in der App aufrufen, bearbeiten und rückmelden. Die Anlagenstruktur ist mobil zu bearbeiten, wenn das SAP Berechtigungskonzept dies vorsieht und zulässt. Beispielsweise kann der Aus- und Einbau eines technischen Objekts über die mobile Anwendung dokumentiert werden.

Neu entdeckte Schäden oder Mängel können direkt vor Ort mit oder ohne Bezug zu einem Technischen Platz, Equipment oder Material mittels einer digitalen App erfasst und gemeldet werden. Messwerte können regelmäßig auch ungeplant im Vorbeigehen erfasst werden, indem der Techniker das technische Objekt per QR-Code aufruft und die abgelesenen Zahlen erfasst. Inspektionsrundgänge oder Wartungsaufträge sind mit digitalen Checklisten zu dokumentieren und vieles mehr ist mobil möglich.

Je mehr Wartungs- und Instandsetzungsaufträge, Meldungen und Maßnahmen Sie monatlich oder jährlich bearbeiten und je mehr Instandhalter Sie beschäftigen, umso größer wird das zeitliche Einsparpotential , wenn pro Geschäftsvorfall zwei bis fünf Minuten für die Dokumentation eingespart werden können.

Dazu bieten mobile Instandhaltungsszenarien den Nutzen, dass

  • die Datenqualität im SAP PM / EAM-System insgesamt zunimmt,
  • die Kosten differenzierter darstellbar und besser im Blick zu halten sind,
  • sie tragen zu valideren Schwachstellenanalysen bei
  • und letzten Endes werden Maschinenausfallzeiten weiter minimiert.

Die Einführung mobiler Instandhaltungssysteme ist ein wichtiger Schritt in Richtung vorausschauender Instandhaltung (Predictive Maintenance) und der „Intelligenten Fabrik“ (Smart Factory)

Was ist bei der Auswahl der mobilen Lösung im SAP PM / EAM zu beachten?

Grundsätzlich ist es wichtig zu verstehen, dass es auf der einen Seite mobile Lösungen gibt, die sowohl online- als auch offlinefähig sind, also mit oder ohne Internetzugang Funktionsfähigkeit besitzen. Und dass es auf der anderen Seite reine Onlinelösungen gibt, die zwingend eine Internetverbindung benötigen, damit man mit Ihnen arbeiten kann, also ein WLAN oder ein Mobilfunknetz.
Neben den rein funktionalen Anforderungen an die mobilen Apps ist zwingend die Leichtigkeit der Handhabung, also die Usability, zu überprüfen. Das Aufrufen der technischen Objekte und die Eingaben sollten leicht von der Hand gehen. Die Anwendungen sollten nutzerfreundlich sein.

Instandhaltungscontrolling in SAP PM / EAM

SAP PM / EAM ermöglicht das

  • operative,
  • dispositive und
  • strategische Instandhaltungscontrolling.

Das operative Instandhaltungscontrolling deckt das kurzfristige Tagesgeschäft ab. Beispielsweise werden hier Entscheidungen über die Zusammensetzung eines Wochenprogramms, die Fremdvergabe eines Auftrags oder Maßnahmen zum Kapazitätsausgleich getroffen.

Das dispositive Controlling ermöglicht taktische Entscheidungen für mittlere Fristen zum Beispiel über zu treffende Maßnahmen aufgrund von Garantieauslauf, die Verschrottung einer Maschine, Maßnahmen zur Störungsvermeidung oder den Abschluss von Dienstleistungsverträgen.

Das strategische Instandhaltungscontrolling wird genutzt, um zum Beispiel über die Auslagerung oder Wiedereingliederung eines Aufgabengebiets oder über Strukturänderungen zu entscheiden. Sie können das Instandhaltungscontrolling in SAP PM / EAM auch nach Betrachtungsebenen auffächern in maßnahmen-, objekt- und zeitraumbezogenes Controlling.

SAP PM / EAM bringt im Standard bereits mehrere Listen, Auswertungen und Kennzahlen zur Verdichtung von Zahlen mit.

  • Der SAP List Viewer bietet ca. 27 Listen und gibt einen schnellen Überblick beispielsweise über die Anlagenstruktur, Messbelege, Messpunkte, Meldungen, Aufträge, Auftragsvorgänge, Komponenten und vieles andere mehr.
  • Der SAP Quick Viewer bietet Auswertungen von Daten aus unterschiedlichen Geschäftsprozessen.
  • Mit Hilfe des Logistikinformationssystems PM-IS können Sie vorgefertigte Standardanalysen fahren.
  • Darüber hinaus lässt sich mit PM-IS ein Frühwarnsystem aufbauen, das vorsorgliche Maßnahmen in die Wege leitet.

Ein richtiges Analysewerkzeug können die mitgelieferten Analyseprogramme im SAP PM / EAM allerdings nicht ersetzen. Für den Aufbau eines umfänglichen Kennzahlensystems empfiehlt sich daher die Nutzung von SAP BW/BI oder der SAP Analytics Cloud.

SAP PM / EAM Historie

SAP PM wurde 1994 erstmalig vorgestellt. Im Jahr 2001 wurde SAP PM in SAP ALM umbenannt. Ab 2005 wurde es Bestandteil des SAP Enterprise Asset Managementkonzepts mit dem Namen SAP EAM. Im Jahr 2015 wurde erstmals SAP S/4HANA vorgestellt. In der neuen Business Suite der SAP nennt sich das Instandhaltungsmodul SAP S/4HANA Asset Management und bringt neben den bekannten Anlagenstrukturen und Prozessen eine Reihe von Neuerungen, Erweiterungen und Effizienzsteigerungen mit sich.

Ronny Harders
Sales Representative
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