Kommune digital

Kommune digital - Digitalisierung ist mehr als eGovernment!

03.03.2020. Die Digitalisierung ist die größte Herausforderung, der Kommunen und Städte heute gegenüberstehen. Laut dem „Zukunftsradar Digitale Kommune 2019“ des DStGB haben mehr als die Hälfte der Kommunen (55 %) keine Digitalisierungsstrategie. Unsere Erfahrungen zeigen darüber hinaus, dass die vorhandenen Digitalisierungsstrategien oftmals nicht mit der Stadtstrategie einhergehen – ja, ihr sogar diametral entgegenstehen können. Das macht klar: Eine gesamtheitliche Betrachtung ist unumgänglich, um eine nachhaltige Stadt- und Digitalstrategie zu entwickeln.

Einerseits machen gesetzlich-regulatorische Vorgaben, wie beispielsweise das Onlinezugangsgesetz (OZG), diesen Veränderungsprozess unumgänglich. Andererseits ergeben sich daraus jedoch auch große Chancen für alle Beteiligten. Auf den ersten Blick sind technologische Aspekte die größten Treiber der Digitalisierung: das papierlose Büro, die Vermeidung von Medienbrüchen, die Automatisierung von Prozessen oder die Einführung neuer Tools. Doch die digitale Transformation ist viel mehr als das. Es geht um eine Transformation von Strategie(-prozessen) und Kultur!

So bietet die Digitalisierung die Chance, Silos – etwa in der Verwaltung – aufzubrechen. Damit rücken die interkommunale Zusammenarbeit und die damit verbundenen Potenziale stärker in den Fokus. Die Digitalisierung sollte deshalb nie als Selbstzweck gesehen werden, sondern als ein Werkzeug dafür, dass Sie Ihre städtischen bzw. kommunalen Ziele erreichen. Digitalisierung ist mehr als eGovernment!

Neue Technologien als Erfolgsfaktor

Viele neue Technologien und Innovationen besitzen auch das Potenzial, unsere Arbeitswelt und Organisation grundlegend zu verändern. Dazu gehört der Wandel hin zu New Work.Für Kommunen ist New Work ein bedeutender Erfolgsfaktor, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Heute ist kollaboratives Arbeiten eine Selbstverständlichkeit für Berufseinsteiger, schließlich haben sie dessen Vorteile von der Wiege auf kennengelernt und erlebt. Und auf der anderen Seite profitieren die Kommunen – und nicht zuletzt die Bürger – von dem Gewinn an mehr Effizienz und Produktivität, die moderne Tools und ihre konsequente Anwendung sowie das abteilungsübergreifende Zusammenarbeiten mit sich bringen.

Maßgeschneiderte Lösungen sind gefragt

Doch wie setzen Sie diese wegweisenden neuen Möglichkeiten bestmöglich in Ihrer Organisation ein? Wie lässt sich die Kultur der Zusammenarbeit nachhaltig verändern? Und welche Innovationen sind wirklich sinnvoll für Ihre Organisation? Auf diese Fragen kann es keine Pauschalantworten geben. Das Wesen der Digitalisierung ist, dass entsprechende Lösungen immer an die jeweils konkreten Bedürfnisse angepasst sind und zugleich ganzheitlich gedacht werden müssen. Wenn aber Stadt- und Digitalstrategie auf diese Weise verzahnt und nachhaltig konzipiert wird, entstehen dadurch langfristige Mehrwerte für Entscheider, Mitarbeiter und Bürger. Das hört sich aufwendig und kompliziert an. Wer jedoch die Weichen richtig stellt, kann schon mit den ersten Schritten – zum Beispiel durch die Einführung kollaborativer Tools – viel gewinnen und die Grundlagen für weitergehende Entwicklungen hin zur erfolgreichen Digitalisierung legen.

Dr. Florian Fortmann, Digitalisierungsexperte bei BTC

„Getrieben durch neue digitale Technologien nimmt die Veränderung der Arbeitswelt immer stärker an Fahrt auf. Nicht nur Jobs verändern sich, sondern auch die Art und Weise, wie miteinander gearbeitet wird. Erste Städte und Kommunen setzen auf agile Organisationsformen, offen gestaltete, flexibel nutzbare Raumlösungen und digitale Tools zur Verbesserung von Zusammenarbeit, Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit".
Dr. Florian Fortmann
Senior Consultant